tropimed® FAXNEWS
Zurück Weiter Drucken
 

Um besser auf dem letzten Stand der Dinge zu sein, erhalten die Abonnenten in der Schweiz und in Deutschland monatlich zusätzlich (seit 1996) ein Fax mit reisemedizinischen Nachrichten. Die Faxnews können ebenfalls per E-mail zugestellt werden.

 
TROPIMED EPIDEMIOLOGISCHE AKTUALITÄTEN - April 2006
 
Vereinigtes Königreich: Masernausbrüche
25/04/2006
Die schlechte Durchimpfung gegen Masern hat zu einem Ausbruch mit mehr als 100 Fällen in 100 Doncaster, South Yorkshire, geführt. Betroffen sind zum grossen Teil Kleinkinder. Auch in Schottland (Dumfries, Galloway) wurden 21 Fälle gemeldet. In Kent wurden ebenfalls mehrere Masernfälle festgestellt. Die Durchimpfung dort (Medway) liegt bei ungenügenden 82%. Die Durchimpfungsrate ist in den letzten Jahren in vielen Regionen des Landes stark gesunken. Schlecht begründete, negative Schlagzeilen in der Presse haben dazu beigetragen.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering - mittel. Alle Personen sollten über einen Infektionsschutz, entweder nach Infektion oder durch 2 Dosen MMR-Impfstoff (Abstand mind. 1 Monat), verfügen.

Ref.: BBC NEWS: http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/scotland/4942260.stm, 25.4.2006.
London Times, 18.4.2006. Via Promed, 28.3.2006.


Nigeria: Meningokokken-Meningitis im N
24/04/2006

In Kano und in den nördlichen Grenzregionen zu Niger sind vermehrt Meningokokken-Meningitis-Erkrankungen verzeichnet worden. Impfaktionen wurden eingeleitet und die Neuinfektionen haben offenbar abgenommen.

Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Meningokokken-Meningitis-Impfung bei Reisen > 1 Woche in die betroffene Region empfohlen.

Ref.: AllAfricaCom: http://allafrica.com/stories/200604240104.html, 24.4.2006.
Karte: http://www.un.org/Depts/Cartographic/map/profile/nigeria.pdf.


Guinea: Meningokokken-Meningitis im E
23/04/2006

In der Grenzregion zu Mali wurden offenbar 168 Fälle (17 Todesfälle) durch Meningokokken-Meningitis registriert. Das Gebiet liegt weit entfernt von der Hauptstadt Conakry.

Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Meningokokken-Meningitis-Impfung bei Reisen > 1 Woche in die betroffene Region empfohlen.
Ref.: News24.com: http://www.news24.com/News24/Africa/News/0,,2-11-1447_1921368,00.html, 23.4.2006. Karte: http://www.un.org/Depts/Cartographic/map/profile/guinea.pdf.

Vietnam: Dengue-Fieber
19/04/2006

Im ersten Quartal 2006 wurden bereits mehr als 8000 Fälle registriert. Das sind 20% mehr als im vergangenen Jahr. Betroffen sind wiederum hauptsächlich die Südprovinzen Ho Chi Minh City, Soc Trang und Dong Thap.

Folgen für den Reisenden: Risiko mittel. Optimaler Mückenschutz am Tag und frühen Abend auch in den Städten.
Ref.: Dengue Update 16.

USA: Mumps
14/04/2006
Im Staat Iowa in den USA werden mehr als 500 Verdachtsfälle untersucht. Auch die Nachbarstaaten Illinois, Kansas, Minnesota, Missouri, Nebraska und Wisconsin melden Verdachtsfälle. 2 Personen, die inzwischen manifest erkrankt sind haben diverse inneramerikanische Flugreisen (Northwest Airline, American Airline) unternommen. Ansteckungen von Personen auf diesen Flügen werden nicht ausgeschlossen. Für Details siehe Links.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Wenn keine Immunität durch Krankheit vorliegt wird ein Impfschutz durch 2 Dosen MMR-Impfstoff empfohlen.
Ref.: CDC/MMWR 11.4.2006: Exposure to Mumps During Air Travel --- United States, April 2006: 11.4.2006: http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm55d411a1.htm?s_cid=mm55d411a1_e, 14.4.2006: http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm5514a6.htm?s_cid=mm5514a6_e.

Niger und Burkina Faso: Meningokokken-Meningitis
12/04/2006
Niger: Bisher wurden mehr als 1500 Fälle (109 Todesfälle) bekannt. Burkina Faso: Bis Mitte März Meldung von mehr als 1600 Fällen (> 600 Todesfälle).
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Meningokokken-Meningitis-Impfung bei Reisen > 1 Woche empfohlen.
Ref.: News24.com: http://www.news24.com/News24/Africa/News/0,,2-11-1447_1915170,00.html, 12.4.2006.

Indien: Chikungunya (Update)
07/04/2006
Betroffen sind nicht nur Andhra Pradesh und Maharashtra, sondern auch der von vielen Goa Touristen besuchte Staat Karnataka im SW mit mehr als 36'000 Fällen. Am meisten betroffen ist dort der Distrikt Gulbarga im NE.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering-mittel. Optimaler Mückenschutz am Tag und frühen Abend empfohlen.
Gefährdet sind v.a. Kleinkinder, Senioren, Personen mit vorbestehenden Krankheiten und Schwangere.
Ref.: Via Promed, 7.4.2006. Carte: http://www.teatalk.com/india/indiamap.htm.

Argentinien: Dengue-Fieber
06/04/2006
In der Provinz Misiones im NE des Landes wurden 25 Fälle bestätigt und 13 Verdachtsfälle werden noch untersucht. Die betroffenen Gebiete liegen in der Nähe der Iguassu Wasserfälle. In dieser Region wurden bereits in vergangenen Jahren Dengue-Erkrankungen gemeldet.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Optimaler Mückenschutz am Tag und frühen Abend empfohlen.
Ref.: DiarioPanorama.com: http://www.diariopanorama.com/noticias_ampliada.asp?IDNews=7375, 6.4.2006.

Paraguay: Dengue-Fieber
02/04/2006
47 Fälle wurden in der Region Asunciòn bestätigt, 264 werden zur Zeit untersucht.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering-mittel. Optimaler Mückenschutz am Tag und frühen Abend auch in den Städten empfohlen.
Ref.: Prensa Latina, 2.4.2006; Ultimahora, 28.3.2006.

Kenia: Masernausbruch
30/03/2006
Seit Oktober 2005 wurden 14 Todesfälle durch Masern registriert. Bekannt wurden ca. 1400 Fälle aus 38 von 78 Distrikten. Die meisten Fälle betrafen ungeimpfte Kinder.
Folgen für den Reisenden: Infektionsschutz für alle empfohlen. Bei nicht sicher durchgemachter Masernerkrankung sollten alle Personen <40 Jahren 2mal gegen MMR geimpft werden.
Ref.: AFP, 30.3.2006.

Vénézuela: rougeole depuis l'Espagne
30/03/2006
Ein Pilot hat von einem Flug nach Madrid Masern nach Venezuela (Caracas) eingeschleppt. In der Folge sind 12 weitere Fälle bestätigt worden. Zusätzliche Verdachtsfälle werden untersucht. Madrid: Zwischen dem 26.1.-16.3.2006 wurden 59 Fälle aus der Region Madrid gemeldet. Ein Teil dieser Fälle wurde von nicht geimpften, britischen Reisenden nach Spanien eingeschleppt. Grossbritannien weist eine sinkende Durchimpfung der Bevölkerung gegen Masern auf.
Folgen für den Reisenden: Infektionsschutz für alle empfohlen. Bei nicht sicher durchgemachter Masernerkrankung sollten alle Personen <40 Jahren 2mal gegen MMR geimpft werden.
In Deutschland ist die erforderliche schützende Durchimpfungsrate von 95% nicht erreicht und Masernausbrüche sind deshalb nicht selten.
Ref.: PAHO/WHO: http://www.paho.org/English/DD/PIN/pr060327.htm, 27.3.2006; Eurosurveillance weekly: http://www.eurosurveillance.org/ew/2006/3, 30.3.2006.

Singapur: Hand-Fuss und Mund-Krankheit
29/03/2006
Bisher wurden mehr als 2100 Fälle gemeldet, in der letzten Woche allein mehr als 780. Die Krankheit wird meist verursacht durch Enteroviren 71 oder Coxsackieviren A16 und wird als fäkal-orale oder durch Tröpfchenkontakt übertragene Infektionskrankheit vor allem Kleinkindern gefährlich. Gefürchtet ist die durch Enterovirus 71 verursachte Enzephalitis, die auch zum Tode führen kann. Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit beginnt nach einer Inkubationszeit von 1 bis 3 Tagen mit allgemeinen Krankheitszeichen wie Malaise, Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit, Bindehautrötung und Halsweh. Darauf folgen typische Veränderungen an den Händen und Füssen in Form von rötlichen Flecken oder Bläschen. Auch die Mundschleimhaut ist oft betroffen.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Kleinkinder sollen den Besuch von Schwimmbädern meiden und großen Ansammlungen von kleinen Kindern fernbleiben.
Ref.: Via Promed, 29.3.2006.

Bolivien: Gelbfieber
26/03/2006
Bis zur Woche 5/2006 wurden 14 Verdachtsfälle von Gelbfieber registriert. Der neueste in der Region Cochabamba in der Woche 12 (Mitte März).
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Gelbfieberimpfschutz empfohlen.
Ref.: SNS Bolivia, 26.3.2006.

(c) 2006 Tropimed® - Cette information est strictement réservée aux abonnés et ne peut pas être redistribuée.
L'auteur et le distributeur déclinent toute responsabilité dans l'utilisation qui pourrait être faite de cette information et des conséquences qui pourraient en découler.

Ces News sont tirées depuis Tropimed®, le logiciel de médecine de voyage pour les professionnels de la santé.
Pour plus d'information, veuillez visiter:
www.tropimed.com.